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Kinder mit Behinderungen brauchen Chance, in MV Abitur zu machen

Zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „‘Deutsche Gebärdensprache‘ auf den Weg bringen – aktivere Teilhabe von Gehörlosen und Hörgeschädigten ermöglichen“ erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Der Antrag der Bündnisgrünen greift zu kurz und geht an den bestehenden Problemen, die Kinder mit Hörbehinderungen und Sehschädigungen haben, vorbei. Diesen Kindern ist es verwehrt, sich im eigenen Land auf das Abitur vorzubereiten. Weder in Güstrow noch in Neukloster, den beiden Förderzentren im Land, haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Diese Chancenungerechtigkeit muss beseitigt werden. Deshalb fordert meine Fraktion, dass es an beiden Schulen möglich sein muss, Kinder trotz ihrer Behinderungen zum Abitur zu führen.

Die Kinder, die diese Förderzentren besuchen, müssen das Land verlassen und in einem Internat untergebracht werden, um die gymnasiale Schullaufbahn zu absolvieren. Gerade für diese Schülerinnen und Schüler, die bereits mit Hürden bei der Bewältigung ihres Alltages und des Unterrichts konfrontiert sind, ist es eine unzumutbare Erschwernis, dass sie in ihrem Land keine Chance haben, sich auf ein Studium vorzubereiten. 

Darüber hinaus fordert meine Fraktion, dass beide Zentren wieder in die Landesträgerschaft übernommen werden. Es ist ungerecht, dass die Landkreise Nordwestmecklenburg und Rostock die Lasten tragen, alle anderen Kreise und die kreisfreien Städte aber die Leistungen ebenfalls in Anspruch nehmen. Die Einrichtungen in Güstrow und Neukloster haben eine herausragende Bedeutung für das ganze Land. Es sind Spezialschulen mit besonderen Angeboten, die vorzuhalten Landesaufgabe ist.“