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Keine halbe Sachen für Ganztagsschulen! Nicht kleckern, sondern klotzen

Zur Ankündigung der Fraktion von SPD und CDU, ab dem Schuljahr 2015/16 den Ausbau der Ganztagsschulen wieder aufzunehmen, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Es gehört schon eine gehörige Portion Chuzpe dazu, wenn sich SPD und CDU heute brüsten, den Ausbau der Ganztagsschulen wieder aufzunehmen. Jahrelang hat die Regierungskoalition das Schulgesetz missachtet und vielen Schulen verweigert, sich zu Ganztagsschulen zu entwickeln. Jetzt werden wieder halbe Sachen gemacht, denn wie der Ankündigung zu entnehmen ist, kann lediglich die bereits vorliegende Handvoll Anträge genehmigt werden. Alle anderen, die den Status Ganztagsschule anstreben, konnten aufgrund des von der Landesregierung verhängten Ausbaustopps keine Anträge stellen. Mit ihrer halbherzigen Herangehensweise lässt die Landesregierung diese Schulen weiter im Regen stehen. 

Zugleich wurde jetzt bekannt, dass ab dem kommenden Schuljahr alle nicht gebundenen Ganztagsschulen aus der Förderung für die qualitative Entwicklung ihrer Programme herausfallen. Für die ‚Gestaltung und Präsentation von Ganztagsschulen‘ werden nur noch gebundene Ganztagsschulen mit Sachkosten gefördert. Alle Schulen, die in einzelnen Jahrgangsstufen Ganztagsangeboten unterbreiten oder allen Kindern die Teilnahme freistellen, haben das Nachsehen. 

Wer wie die Große Koalition die Entwicklung von Ganztagsschulen auf diese Weise verfolgt, der verkennt die herausragende Rolle der Ganztagsschulen für eine chancengleichen Bildung. In diesem Bereich darf nicht gekleckert, es muss geklotzt werden!“