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Keine allzu schnellen und umfassenden Schritte auf dem Weg zur Inklusion

Im Ergebnis der Anhörung zur Inklusionsstrategie des Landes erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Die Anhörung hat verdeutlicht, dass verschiedene Welten und Interessen aufeinanderprallen. Nach dem missglückten Beginn der Inklusion im Jahr 2010 äußern einige Verbände Ängste und Vorbehalte. Verständlicherweise ist alles Neue, jede Veränderung von Unsicherheiten sowie Schwierigkeiten begleitet und bedarf gegebenenfalls auch an einigen Stellen Nachbesserungen.

Das Konzept sieht vor, dass sich Schulen verändern. Förderschulen für die Bereiche Lernen und Sprache sowie für die emotional-soziale Entwicklung werden in ihrer jetzigen Form nicht mehr weiterbestehen. Auch die Gymnasien erhalten zusätzliche Lehrerstellen, um sich auf eine inklusive Beschulung für die am Gymnasium relevanten Bereiche einzustellen und für die neuen Aufgaben zu wappnen. 

Bei aller Leidenschaft für ein Wunderwerk der inklusiven Schule dürfen zwei wesentliche Aspekte nicht aus den Augen verloren werden: Es wird immer Kinder geben, die entweder zeitweise oder aber gänzlich nicht gemeinsam beschulbar sind. Zudem haben alle Eltern nicht nur das Recht, ihr Kind im gemeinsamen Unterricht fördern zu lassen. Sie haben auch das Recht, für ihr Kind einen geschützten Raum zu nutzen. 

Allzu schnelle und umfassende Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Schule müssen vermieden werden. Wir müssen zum einen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Entwicklung beachten und zum anderen dürfen wir weder Kinder noch Eltern und Lehrkräfte vor Hürden stellen, die nicht zu bewältigen sind.“