Diese Website verwendet Cookies.
Skip to main content

Kein Cent für die Qualitätsverbesserung in den Kitas

Zur heutigen Vertragsunterzeichnung zum „Gute-Kita-Gesetz“ zwischen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sowie der Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, Stefanie Drese, erklären die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg, und die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin, Jacqueline Bernhardt:

Oldenburg: „Endlich könnte die Qualität der Kindertagesförderung verbessert werden, so zum Beispiel der Fachkraft-Kind-Schlüssel, der in unserem Land der schlechteste bundesweit ist. Aber anstatt die Ziele des Gesetzes auch tatsächlich umzusetzen, fließt das Geld ausschließlich in die Einführung der kostenfreien Kita ab 2020.“

Bernhardt: „Kein einziger Cent fließt in die Verbesserung der Qualität. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Erzieherinnen und Erzieher, die tagtäglich weit über das Maß hinaus arbeiten, die meisten Kinder pro Fachkraft bundesweit betreuen und viel zu wenig Zeit für die Vor- und Nachbereitung ihrer Tätigkeit haben.

Nun hilft das Bundesgeld allein der Ministerpräsidentin, das Versprechen umzusetzen, das SPD und CDU seit mehr als 10 Jahren untätig vor sich hertragen. Lediglich dafür verwendet sie das Bundesgeld, anstatt wenigstens einen Teil in die Qualitätsverbesserung zu investieren.

Unklar ist derzeit, ob und wie die Bundesgelder ab 2023 durch Landesmittel ersetzt werden. Wir bleiben dabei: Kostenfreiheit und Qualitätsverbesserungen in den Kitas dürfen sich im Interesse der Erzieherinnen und Erzieher und letztlich zum Wohl der Kinder nicht ausschließen.“ 

Hintergrund: Mit dem Gute-KiTa-Gesetz unterstützt der Bund die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität. Für Mecklenburg-Vorpommern stellt der Bund für dieses Jahr 9,2 Mio. Euro, für 2020 18,78 Mio. Euro sowie für 2021 und 2022 37,69 Mio. Euro bereit. Die Bundesländer entscheiden in eigener Verantwortung, welche konkreten Maßnahmen sie vor Ort ergreifen.