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Katastrophalen Umgang mit Seiteneinsteigern an Schulen endlich beenden

Zur Kritik des Lehrerverbandes, viel zu ungenügend qualifizierte Quereinsteiger als Lehrkräfte einzusetzen, erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Simone Oldenburg:

„Auch die Landesregierung von M-V muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mit den Seiteneinsteigern geradezu katastrophal umzugehen – auch als Ausdruck der offenbar herrschenden Unkenntnis über den Lehrerberuf und den Schulalltag.

Nur jeder fünfte Seiteneinsteiger, der in diesem Schuljahr ins kalte Wasser geworfen wurde, bekam einen kleinen Rettungsring in Form einer fünfwöchigen Weiterbildung.
In fünf Wochen zum Lehrer – das kann nicht gutgehen. Wer derart fahrlässig gegenüber den Schülerinnen und Schülern sowie den Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern handelt, beteiligt sich aktiv an der sich zuspitzenden Bildungskatastrophe.

Der Landesregierung fehlt es an Durchblick und Weitblick. Der Lehrkräftemangel ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde von der SPD-CDU-Regierung wissentlich in Kauf genommen. Sie hat im zurückliegenden Jahrzehnt die Lehramtsausbildung komplett ignoriert, so dass M-V inzwischen auf Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger angewiesen ist. Diese müssen ausreichend qualifiziert und auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Sie brauchen neben einem Vorkurs dringend ein mindestens 18-monatiges Referendariat.

Die Landesregierung darf die Dramatik an den Schulen nicht länger ignorieren und muss den verantwortungslosen Umgang mit den Schülern und Seiteneinsteigern, aber auch die Geringschätzung für den Lehrerberuf endlich beenden.“