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Jugendliche brauchen eine praxisnahe Berufsorientierung

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Förderung von Schülerexkursionen zur Berufsorientierung ab dem Schuljahr 2015/2016“ (Drs. 6/3844) erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg: 

„Ab dem kommenden Schuljahr werden für Schülerinnen und Schüler keine Fahrten zu Berufsmessen mehr gefördert. Dies geht aus der neuen Rahmenvereinbarung des Wirtschaftsministeriums mit der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, hervor. Anstatt die Jugendlichen stärker bei der Berufswahl zu unterstützen, werden ihre Möglichkeiten eingeschränkt! 

In den zurückliegenden Jahren wurden beispielsweise die Nordjobmessen in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg, die Jobfactory-Hansemesse in Rostock, die MeLa und die Berufsorientierungsmesse in Parchim von den Jugendlichen stark genutzt. Dabei wurden sie in den vergangenen zwei Jahren mit rund 120 000 Euro unterstützt. Diese Möglichkeiten werden ihnen jetzt genommen. Damit nicht genug, auch für den Besuch von Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Universitäten fließt künftig kein Geld mehr. 

Schülerinnen und Schüler müssen auch weiterhin die Chance haben, sich  lebensnah mit Berufsbildern vertraut zu machen und möglicherweise mit künftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in Kontakt zu kommen. Persönliches Kennenlernen und Anschaulichkeit sind immer noch die besten Möglichkeiten, dass Schülerinnen und Schüler den für sie passenden Beruf finden. 

Deshalb fordere ich die Landesregierung auf, die Entscheidung, die Fahrten nicht mehr zu fördern, zurückzunehmen. Ansonsten geht ein wichtiger Baustein bei der Sicherung der Fachkräfte im Land verloren. “