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Inklusion nach Kassenlage?

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Anträge auf sonderpädagogischen Förderbedarf im Schuljahr 2018/2019“ (Drs. 7/4270) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es ist ein Skandal, dass weiterhin fast die Hälfte aller Anträge auf besondere Förderung abgelehnt wird. Damit erhalten auch weiterhin fast 1200 Kinder, die Schwierigkeiten beim Lernen, im Verhalten oder mit der Sprache haben, nicht die Förderung, die sie brauchen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Die Lehrkräfte stellen die Anträge doch nicht aus Jux und Tollerei. Sie kennen vielmehr die Schwächen und Stärken der Schülerinnen und Schüler im Lernalltag ganz genau. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, warum die entsprechenden Anträge in so vielen Fällen negativ beschieden werden. Hier erfolgt Inklusion nach Kassenlage! Weniger amtlich festgestellter Förderbedarf bedeutet weniger zusätzliche Stunden und damit eine Ersparnis, die allerdings auf Kosten der Kinder geht.

Wer gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler tatsächlich will, der muss auch die Mittel bereitstellen und bei Bedarf die erforderliche Hilfe gewähren.“