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Inklusion behebt Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre

Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, ist erleichtert, dass es im Rahmen der Verhandlungen zum Inklusionsfrieden gelungen ist, neue Wege einzuschlagen. „Es ist gut, dass wir uns darauf verständigen konnten, an 20 Standorten im Land Klassen an Grundschulen einzurichten, die temporär die Kinder mit dem Förderschwerpunkt ‚emotional-soziale Entwicklung‘ aufnehmen und damit besser fördern“, erklärte Frau Oldenburg am Freitag in Schwerin. Weil dadurch die Überforderung aller Beteiligten beendet werde, verbesserten sich die Bedingungen für den gemeinsamen Unterricht insgesamt. „Das Land nimmt endlich Geld in die Hand, was die Kinder und Lehrer spürbar entlastet.“ 

Als Ergebnis der übereilten und verfehlten Inklusion in den vergangenen Jahren sei in M-V ein Zustand für Kinder mit dem Förderschwerpunkt „emotional-soziale Entwicklung“ entstanden, der beendet werden muss.

Dieser Förderbereich sei in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. „Während im Bundesdurchschnitt die Inklusionsquote dieser Kindern bei etwa 30 Prozent liegt, werden bei uns fast 90 Prozent dieser verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schüler gemeinsam beschult“, so Frau Oldenburg. Der selbst auferlegte Sparzwang habe dazu geführt, dass das gemeinsame Lernen weder mit ausreichenden Unterrichtsstunden noch zusätzlichen Erzieherinnen und Erzieherinnen unterstützt wurde. Dies habe zu einer Überforderung aller Kinder und zu einer Ablehnung des Inklusionsgedankens geführt.  

„Es ist höchste Zeit, die unhaltbaren Zustände in den Klassenzimmern zu beenden, höchste Zeit, aus pädagogischer Sicht und nicht länger unter dem Spardiktat zu handeln“, betonte Frau Oldenburg.