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Hürdenlauf zur Nachhilfe - Bürokratischer geht´s nicht!

Zur Vorstellung des Ferien-Lernprogrammms durch die Bildungsministerin erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Warum denn so bürokratisch? Schülerinnen und Schüler müssen eine E-Mail schreiben, einen Berechtigungsschein beantragen, sich einen Anbieter suchen, die Anfahrt klären und ein Zeugnis vorlegen. Mit diesen Hürden hält die Landesregierung die Schülerinne und Schüler mit Nachholbedarf vom Ferienlernprogramm fern, als dass sie dafür geworben werden.

Durch die widersinnigen Formalitäten werden gerade die Kinder und Jugendlichen aus bildungsfernen Familien ein solches Angebot zur Nachhilfe meiden. Damit läuft das wirklich gut gedachte Ferien-Lernprogramm des Bildungsministeriums ins Leere.

Angesicht des Ferienbeginns muss die Landesregierung dringend nachbessern und die Zugangsregeln ändern. Wozu bedarf es eines Berechtigungsscheins, um freiwillige Nachhilfe in Anspruch zu nehmen. Allein der Wille der Schülerinnen und Schüler, in den Ferien zum Unterricht zu gehen, sollte für die Teilnahme ausreichend sein. Berechtigt sind schlichtweg alle Kinder und Jugendlichen.

Die Kinder und Jugendlichen müssen, angesichts der verdienten Ferienzeit, schon genug gedankliche Hürden überwinden, während der Ferien zum Unterricht zu gehen. Hier müssen sie unterstützt, statt künstlich ferngehalten werden.

Meine Fraktion wünscht allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrerinnen und Lehrern sowie alle Eltern nach diesem schwierigen, ungewöhnlichen und turbulenten Schulhalbjahr erholsame Ferien, Gesundheit, viele schöne und gemeinsame Erlebnisse und in sechs Wochen einen geregelten Unterrichtsstart in der Schule.“