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Gutachten zur Regulierung des Bodenmarktes in Auftrag gegeben

Die Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Linken, die Linksfraktionen in den Landtagen und im Bundestag haben gemeinsam ein Gutachten zur Regulierung des Bodenmarktes in Auftrag gegeben. Es befasst sich schwerpunktmäßig mit der Regulierung von Share deals und der Ausgestaltung von gemeinwohlorientierten Landgesellschaften. Dazu erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg:

 


„Mecklenburg-Vorpommern ist besonders betroffen, Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel der Agrarflächen im Besitz von außeragrarischen Investoren ist. Wenn Bodenpreise explodieren und immer mehr landwirtschaftliche Fläche in die Hände von landwirtschaftsfremden Investorennetzwerken gerät, bedroht dies die Existenzgrundlage der ortsansässigen Agrarbetriebe. Boden darf keine Ware sein. Er ist vielmehr eine begrenzte Ressource zur Sicherung der Nahrungsgrundlagen. Deshalb haben wir eine besondere Verantwortung für den Schutz des Bodens. Es muss den Landwirtinnen und Landwirten, die vor Ort leben, möglich sein, diesen zu bewirtschaften und damit ihre Existenz zu sichern. Bodenspekulation und anderen profitgetriebenen Geschäftsmodellen muss die Rote Karte gezeigt werden.
Nur über eine Regulierung des Bodenmarktes können wir erreichen, dass die existenziellen Grundlagen für die regional wirtschaftenden Landwirtinnen und Landwirte nicht zerstört werden. Landwirtinnen und Landwirte, Neueinsteiger, kooperative Zusammenschlüsse wie Agrargenossenschaften oder alternative Modelle wie die Solidarische Landwirtschaft sollen Zugang zum Boden haben, um die Zukunft der Menschen und ihrer Arbeit in den ländlichen Regionen zu sichern.“

Das Gutachten soll im September 2020 veröffentlicht werden.