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Grundschullehrer sind keine Lehrkräfte zweiter Klasse

Zur Ablehnung des Antrages „Gerechte Vergütung von Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen endlich durchsetzen“ erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Wenn es darum geht, anzukündigen und zu versprechen, sind die Koalitionsfraktionen sehr emsig. Wenn es aber konkret wird, kneifen sie. Seit Jahren machen die Fraktionen von SPD und CDU den Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen Hoffnung auf eine gerechte Bezahlung ihrer Arbeit. Aber diese Hoffnung wurde heute wiederholt weggefegt.

Was bleibt, sind Lehrkräfte, die seit Jahren eine verantwortungsvolle Arbeit mit immer mehr Aufgaben leisten, und nicht gerecht vergütet werden.

Vor 15 Jahren erhöhte die Landesregierung die Zahl der Stunden, die die Grundschullehrer wöchentlich unterrichten müssen, ohne hierbei das Gehalt ebenfalls zu erhöhen. So arbeiten diese Lehrkräfte seit 15 Jahren wöchentlich eine halbe Stunde unentgeltlich. Geld, mit dem sich das Land gesund gespart hat. Es ist längst an der Zeit, ihnen wenigstens ein Teil dieses Geldes zurückzugeben. Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer unterrichten zwar zweite Klassen, sie sind aber nicht Lehrkräfte zweiter Klasse.

Aber die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD haben es erneut verpasst, die Arbeit dieser Lehrerinnen und Lehrer angemessen zu würdigen. Das ist ein fatales Signal für die Motivation der Lehrerinnen und Lehrer und künftiger Lehrkräfte, die das Land so dringend braucht.“