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Gleichbehandlung in der Schülerbeförderung auch für Förderschüler

Nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, ist es schön und gut, wenn Bildungsminister Mathias Brodkorb für gleiche Bedingungen bei der Schülerbeförderung in den kreisfreien Städten und Landkreisen sorgen will. „Das ist aber wieder einmal viel zu kurz gesprungen“, erklärte Frau Oldenburg am Donnerstag in Schwerin. Viel gravierender sei die Ungleichbehandlung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarfen, die unverzüglich beseitigt werden muss. 

„Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf werden ausdrücklich von zumutbaren Wegstrecken in der Schülerbeförderung ausgeschlossen“, sagte Frau Oldenburg. Damit würden diesen Kindern Fahrzeiten zugemutet, die für andere nicht gelten. Die entsprechende Verordnung spreche von maximal 40 Minuten für die Kleinen und 60 Minuten für die Großen. „Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten oder anderen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen müssen weitaus längere Fahrten für ihren Schulweg in Kauf nehmen“, so Frau Oldenburg. So seien die Kinder im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zwei Stunden und mehr unterwegs. „Das ist gerade gegenüber diesen Schülerinnen und Schülern äußerst verwerflich und nicht länger zu dulden.“ 

Die Linksfraktion fordert, dass die definierten Schulwegzeiten ausnahmslos für alle Schülerinnen und Schüler gelten müssen. „Wir fordern das Land auf, die herrschende Ungerechtigkeit umgehend zu beseitigen und den Kreisen und kreisfreien Städten die notwendigen finanziellen Mittel voll umfänglich zur Verfügung zu stellen“, betonte Frau Oldenburg.