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Gewalt an Schulen dramatisch gestiegen – Prävention endlich stärken

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Durchführung der Verwaltungsvorschrift für den Umgang mit Notfällen an den öffentlichen Schulen des Landes M-V im Schuljahr 2019/2020“ (Drs. 7/4880) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Der dramatische Anstieg der Not- und Gewaltvorfälle an den Schulen innerhalb eines Jahres um rund ein Drittel (von 380 auf 569) ist eine Bankrotterklärung des Bildungsministeriums in Sachen Prävention. Die erneute Zunahme der gewalttätigen Vorfälle hat Ursachen. Lehrkräfte haben neben dem Unterricht immer mehr Aufgaben zu erledigen, es bleibt wenig Zeit etwa für notwendige Gespräche mit Kindern und Jugendlichen. Alle Beteiligten werden von der Bildungspolitik im Stich gelassen.

Das Bildungsministerium darf diese Entwicklung nicht länger ignorieren und muss aktiv werden. Lehrerinnen und Lehrer müssen unterstützt und Schülerinnen und Schüler geschützt werden. Schulsozialarbeit gehört an jede Schule und zwar dauerhaft und verstetigt. An jedem Schulamt muss mindestens ein mobiles Beratungsteam für die Schulen vorgehalten werden. Lehrkräfte als unmittelbare Ansprechpartner für die Kinder brauchen eine geringere Unterrichtsverpflichtung, damit sie mehr Zeit für die Schülerinnen und Schüler haben.

Gute Lern- und Arbeitsbedingungen an den Schulen und eine frühzeitige Intervention bei Problemen sind der Schlüssel, Gewalt von den Schulen zu verbannen.“