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Freiwilliger Zwang durch Kennzeichnung – dem Spuk ein Ende setzen

Zur Antwort von Bildungsministerin Bettina Martin zur Frage nach den Kennzeichnungen von Schülerinnen und Schülern des Gymnasium Carolinum Neustrelitz erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es ist unfassbar, was am Gymnasium Carolinum in Neustrelitz praktiziert wird. Die Schülerinnen und Schüler testen sich selbst regelmäßig auf Covid-19. Und das Ergebnis tragen die Schüler in Form von roten und grünen Punkten äußerlich sichtbar an sich herum. Das Ganze ist zwar freiwillig, aber wer nicht mitmacht, ist eben auch erkennbar. So wird die Freiwilligkeit ganz schnell zu einem ‚freiwilligen Zwang‘ für Schülerinnen und Schüler.

Ohnehin sind die Tests am Carolinum wenig sinnvoll. Weil die Probennahmen durch die Schülerinnen und Schüler selbst ohne medizinische Begleitung erfolgen, sind die Ergebnisse stark fehlerbehaftet und kaum aussagekräftig. Das Bildungsministerin muss diesem Spuk sofort ein Ende setzen.

Corona-Testungen sind grundsätzlich notwendig, aber nur sinnvoll, wenn sie regelmäßig und flächendeckend an allen Schulen unter medizinischer Begleitung durchgeführt werden. Ein Modellprojekt ‚Carolinum‘ bringt dagegen keinen Erkenntnisgewinn. Im Gegenteil, es schadet und greift in die Grundrechte der Schülerinnen und Schüler ein, die freiwillig keinen Punkt tragen wollen.“