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Ergebnisse der Folgestudie zu Lehramtsstudium über Monate zurückgehalten

Zur Vorstellung der Folgestudie „Studienerfolg und -misserfolg im Lehramtsstudium“ durch das Bildungsministerium in der Medienöffentlichkeit am Montag kommender Woche erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Bereits seit fast einem Jahr liegt die Folgestudie zur Situation im Lehramtsstudium in der Schublade des Bildungsministeriums. Nachdem meine Fraktion kritisiert hat, dass die Ergebnisse seit Monaten geheim gehalten werden und die Unterrichtung auf der kommenden Sitzung des Bildungsausschusses beantragt hat, kommt Bewegung in die Sache. Aber noch bevor die Ergebnisse den Landtagsausschuss erreichen, will Bildungsministerin Bettina Martin am kommenden Montag die Medienöffentlichkeit informieren. Das ist ein erneuter Affront gegenüber dem Parlament.

Es ist zu befürchten, dass die Misere beim Lehramtsstudium noch schlimmer ist, als sie bereits mit der ersten Studie attestiert wurde. https://www.isb.uni-rostock.de/pl/projekte-und-forschung/schulpaedagogik-und-bildungsforschung/studienerfolg-und-misserfolg-im-lehramtsstudium/ Diese hatte u.a. offenbart, dass bis zu 85 Prozent der Studierenden das Handtuch werfen. Es ist bereits fünf nach zwölf. Zum Beginn des Schuljahres 2020/2021 fehlten mehr als 350 Lehrkräfte. Weil so viele Stellen an den Schulen unbesetzt blieben, kann Unterricht in ganzen Fächern lediglich eingeschränkt oder gar nicht angeboten werden.

Wir erwarten, dass das Ministerium wirksame Maßnahmen auf den Weg bringt, um an den Unis Veränderungen zum Besseren zu erzielen. Wir müssen mehr ausbilden und wir müssen dafür sorgen, dass nicht so viele angehende Lehrkräfte aufgeben. Es ist zwingend erforderlich, dass im Lehramtsstudium wieder Lehrerinnen und Lehrer und nicht Fachwissenschaftler ausgebildet werden. Die angehenden Lehrkräfte müssen mehr Pädagogik und Didaktik vermittelt bekommen und frühzeitig im Studium mehr Praxis an den Schulen erhalten. Das Referendariat muss auf 12 Monate verkürzt werden.“