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Bildungsnotstand in M-V abwenden!

Zur Überweisung des Antrags „Lehrkräftemangel an öffentlichen Schulen wirksam begegnen“ in den Bildungsausschuss erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Personalsituation an den öffentlichen Schulen ist besorgniserregend. Es ist höchste Zeit, dass der Bildungsausschuss Lösungen sucht und findet, den drohenden Bildungsnotstand in M-V abzuwenden.

Allein im Schuljahr 2019/2020 war jede dritte Neueinstellung eine Lehrkraft ohne Lehrbefähigung. Die Qualifizierung dieser Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger erfolgt nur unzureichend oder gar nicht. Sie werden weder vor Dienstbeginn noch während ihrer Tätigkeit ausreichend auf den Lehrerberuf vorbereitet. In der Folge werfen bis zu einem Viertel im ersten Halbjahr wieder hin. Deshalb wäre es dringend erforderlich, dass alle Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung, Männer und Frauen, die wir dringend brauchen, einen Vorbereitungsdienst absolvieren mit dem Ziel der Prüfung zum 2. Staatsexamen. Sie dürfen nicht länger als billige Lückenbüßer herhalten.

Der Lehrkräftemangel wird auch dadurch verstärkt, dass zu wenige Absolventinnen und Absolventen ihren Vorbereitungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern antreten. Deshalb schlagen wir eine Verkürzung des Referendariates vor – und schon hätte das Land einen Wettbewerbsvorteil.

Diese und andere Vorschläge müssen zeitnah und ergebnisorientiert im Ausschuss diskutiert und beschlossen werden – damit sie rasch umgesetzt werden können.“