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Bewusstsein für Inklusion schärfen, materielle Voraussetzungen schaffen

Anlässlich der Vorstellung der Positionen der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in MV zur Umsetzung von inklusiver Bildung in Kindertageseinrichtungen und allgemein bildenden Schulen erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

 

„Wir teilen die Auffassung der Liga, dass der Maßnahmenplan der Landesregierung zur inklusiven Bildung so schnell wie möglich dem Landtag vorgelegt werden muss. Dies ist unerlässlich, damit das Parlament aktiv werden kann und die landesweite Umsetzung auf den Weg kommt. Gleichzeitig ist es nötig, in Kitas und Schulen, in denen bereits inklusiv gefördert wird, die personellen und sächlichen Rahmenbedingungen zu finanzieren. Auch wir plädieren für die Verantwortung für die Inklusion in einer Hand im Bildungsministerium.

 

Auf den Weg zum inklusiven Lernen müssen alle Pädagoginnen und Pädagogen mitgenommen werden. Fortbildung und Qualifizierung sind das A und O, wenn es gelingen soll, dass alle Kinder gemäß ihren Fertigkeiten und Fähigkeiten gefördert und gefordert werden. Dazu gehört das Kind mit Behinderung genauso wie das lernschwache  Kind und das Kind, das besondere Begabungen und Stärken hat.

 

Zum Nulltarif wird inklusive Bildung nicht gelingen. Die Landesregierung muss bei der Aufstellung des kommenden Doppelhaushalts dringend dafür Vorsorge treffen.

 

Ich gebe der Liga Recht, wenn sie davon spricht, dass nicht nur die materiellen Rahmenbedingungen für das gemeinsame Lernen stimmen müssen. Auch in den Köpfen aller Beteiligten muss sich das Bewusstsein für die Chancen der Inklusion schärfen. Der Weg des gesellschaftlichen Aufbruchs erfordert, dass jeder und jede sich einen Überblick über die Weite und Komplexität der Inklusion verschafft.“