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Beschäftigte in Hotels und Gaststätten haben faire Löhne verdient

Zur heutigen 2. Runde der Tarifverhandlungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Mecklenburg-Vorpommern erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es ist schlicht nicht hinnehmbar, dass die Frauen und Männer, die unser Bundesland über Jahre hinweg in Deutschland zum Spitzenreiter im Tourismus machen, immer noch nicht angemessen für ihre Leistung bezahlt werden. Abgesehen vom Grundgehalt, das deutlich über dem Mindestlohn liegen muss, gehören Feiertags- und Wochenendzuschläge genauso dazu wie ein Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Auch vor dem Hintergrund des an allen Ecken und Enden fehlenden Nachwuchses muss die Auszubildendenvergütung weiter angehoben werden. Zudem müssen die Vorschriften, die für diese Ausbildung gelten, eingehalten und strenger kontrolliert werden. Es ist unverantwortlich, wenn Jugendliche regelmäßig Überstunden leisten müssen und diese obendrein nicht vergütet werden.

Seit Jahren sind zahlreiche Stellen für Ausbildungsberufe in der Branche nicht besetzt. Es ist höchste Zeit, dass sich die Unternehmen bewegen und den Beschäftigten deutlich stärker entgegenkommen. Es nutzt niemandem, wenn wir den Spitzenplatz im Tourismus zu Lasten unterbezahlter und unzufriedener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreichen und die Auszubildenden weiter das Land verlassen. Die seit Jahren praktizierte falsche Lohn- und Ausbildungspolitik führt lediglich dazu, dass die Qualität sinkt, unzufriedene Gäste nicht wiederkommen und junge Leute in anderen Ländern ihr Glück suchen.“