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Armut endlich wirksam zurückdrängen – Löhne und Hartz IV rauf!

Zum Armutsbericht 2019 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Alle Jahre wieder schreibt uns der Paritäter ins Stammbuch, dass die Armut in Deutschland zunimmt, die Schere zwischen arm und reich kontinuierlich auseinandergeht. Alleinerziehende sind besonders von Armut betroffen, fast jedes dritte Kind in M-V ist arm und damit ohne Chance, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ins Kino, in den Sportverein zu gehen oder ein Musikinstrument zu spielen. Und auch die Alten werden immer ärmer, Rentnerinnen und Rentner können zunehmend nicht mehr von ihren Einkommen leben.

Bund und Land dürfen die Augen nicht länger vor diesen Tatsachen verschließen. Es muss endlich was passieren, damit Armut wirksam zurückgedrängt werden kann. Armut beschämt die Menschen nicht nur, sie grenzt aus und macht krank. Wird der Teufelskreis nicht durchbrochen, vererbt sich Armut stetig weiter.

In einem ersten Schritt müssen die Hartz-IV-Sätze den tatsächlichen Erfordernissen angepasst werden. Kinder brauchen zudem eine eigene Grundsicherung – für mehr Chancengleichheit in der Bildung und Entwicklung. Der Mindestlohn muss angehoben werden, erwiesenermaßen muss er mindestens 12,80 Euro betragen, um vor Armut im Alter zu schützen. Worauf wartet die SPD, die doch angeblich ihren sozialen und gerechten Kern wiederentdeckt hat und um die Probleme ganz genau weiß?“