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Abschlüsse an Volkshochschulen immer noch nicht völlig gebührenfrei

Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, kritisiert, dass die Förderung des Landes für Schulabschlüsse an Volkshochschulen (VHS) nicht völlig kostendeckend ist. „Das Versprechen des Bildungsministers vom August 2014, wonach es mit der Gebührenfreiheit seit Anfang dieses Schuljahres mehr Menschen möglich ist, ihren Schulabschluss zu erwerben, hat sich als Halbwahrheit erwiesen“, erklärte Frau Oldenburg am Dienstag.

 

Bei der Förderhöhe habe sich das Ministerium an der Anzahl der stattgefundenen Kurse im vergangenen Jahr orientiert, als diese noch gebührenpflichtig waren. „Diese entsprachen landesweit etwa 38 000 Unterrichtsstunden“, so Frau Oldenburg. „Für alle Kurse, die darüber hinaus angeboten werden, gibt es keine Förderung vom Land. Je mehr Menschen im Land vom Angebot der VHS Gebrauch machen, desto größer wird der Kostenteil, auf dem sie sitzenbleiben. Der Landkreis Nordwestmecklenburg will deshalb bereits die Gebührensatzung ändern und Beiträge von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Kursen erheben, wenn das Geld vom Land nicht ausreicht.“

 

Frau Oldenburg fordert den Bildungsminister auf, den Kostendeckel aufzuheben und den Kreisen und kreisfreien Städten die tatsächlich anfallenden Kosten für den Schulabschluss oder die Alphabetisierung zu erstatten. „Wer will, dass mehr Menschen ihren Schulabschluss machen, darf nicht auf halbem Wege stehenbleiben“, betonte sie. „Dazu gehört auch, die Gebührenfreiheit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Kursen in der VHS-Abschlussverordnung verbindlich festzuschreiben.“