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3000 Ausbildungsabbrüche 2014 - Land legt weitere Wege für die Berufsschüler fest

Zur fehlenden Richtlinie des Landes zur Unterstützung der Jugendlichen bei der Ausbildung erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

Zur fehlenden Richtlinie des Landes zur Unterstützung der Jugendlichen bei der Ausbildung erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

Kurz vor dem Schuljahresbeginn steht fest, an welchen Berufsschulstandorten zukünftig die Ausbildungen organisiert sind.

Damit kommt es zum Teil zu weiteren Wegen für die Auszubildenden, aber auf den Kosten bleiben sie alleine sitzen. Die Linksfraktion fordert das Land auf, endlich die Kosten für die Schulwege der Berufsschüler zu übernehmen.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, kritisiert, dass genau diese Änderungen auf Kosten der Berufsschülerinnen und Berufsschüler gehen. „Sie haben weitere Fahrtwege zu den Berufsschulen und zahlen diese aus der eigenen Tasche. Das ist gerade für die Auszubildenden mit einer geringen Vergütung ein dramatischer Einschnitt.“

Wo bleibt die lange angekündigte und so gepriesene Richtlinie des Landes, die wenigstens einem kleinen Teil der Auszubildenden Unterstützung gewähren würde, wenn sie während der Lehre im Internat leben? Weite Wege kann das Land regeln, aber bei er notwenigen Unterstützung fehlt genau dieser Elan.

Im vergangenen Jahr brachen ca. 3000 Jugendliche ihre Ausbildung ab, jeder 5. Jugendliche schaffte am Ende seiner Ausbildung nicht die Prüfung und steht nun ebenfalls ohne Berufsabschluss da. Gerade die Ausbildungsberufe, die Mecklenburg-Vorpommern dringend benötigt, sind von den Abbrüchen betroffen.

So brachen fast 700 Auszubildende im Hotel- und Gaststättengewerbe ihre Ausbildung ab. Darunter befinden sich auch Jugendliche, die den Betrieb oder den Ausbildungsberuf wechselten. Allerdings werden diese nicht separat erhoben.

Gerade diese Jugendlichen benötigen neben einer höheren Ausbildungsvergütung die Unterstützung des Landes für die Fahrtkosten.

Vollkommen im Regen stehen gelassen werden die Auszubildenden, die in Bedarfsgemeinschaften leben und Leistungen zur Grundsicherung erhalten. Diese Familien müssen auch weiterhin sämtliche Kosten für die Berufsausbildung selber tragen.

„Wer derart fahrlässig mit den Auszubildenden umgeht, darf nicht anschließend den Fachkräftemangel bejammern.“ so Simone Oldenburg.